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Vonovia-Studie belegt: 56 Prozent wollen Wohnungen vergesellschaften

Ein Mikrofon-Symbol

Vonovia-Studie belegt: 56 Prozent wollen Wohnungen vergesellschaften +++ “Vergesellschaftung ist und bleibt die Lösung für die Mietenkrise” +++ Immobilienkonzern wollte Studie zurückhalten

Eine heute durch Recherchen des Tagesspiegels öffentlich gewordene Studie des Forschungsinstituts Sinus belegt, dass eine große Mehrheit der Berliner Bevölkerung nach wie vor die Vergesellschaftung der Wohnungen großer Wohnungskonzerne befürwortet.

Dazu kommentiert Armin Rothemann, Sprecher der Initiative Deutsche Wohnen und Co enteignen: “Die Vergesellschaftung ist und bleibt die Lösung für die Mietenkrise. Die Berliner*innen wollen eindeutig, dass ihre Wohnungen den Profitlogiken des freien Marktes entzogen werden. Wir haben ein Gesetz vorgelegt, mit dem das umgesetzt werden kann. Die neue Studie bestätigt: Wer in Berlin nach der Abgeordnetenhauswahl regieren will, muss vergesellschaften.”

Die Studie wurde vom Wohnungskonzern Vonovia in Auftrag gegeben und Anfang des Jahres fertiggestellt. Sie liegt dem Tagesspiegel vor. 56 Prozent der Wahlberechtigten sind demnach für eine Vergesellschaftung, 25 Prozent unentschlossen und nur 17 Prozent dagegen. Im September 2021 hatten in einem Volksentscheid 59,1 Prozent für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne gestimmt. Dieser wurde von der Landesregierung bisher nicht umgesetzt. Laut Tagesspiegel-Recherche wollte Vonovia die Veröffentlichung der Studie verhindern.

“Das ist ein klares Eigentor für Vonovia: Ihre eigene Studie zeigt, dass Berlin noch immer felsenfest hinter der Vergesellschaftung und dem gewonnenen Volksentscheid von 2021 steht. Dass der Konzern die Studie verheimlichen wollte, zeigt außerdem einmal mehr, wie perfide große Wohnungskonzerne die Bevölkerung hintergehen. Solange Vermieter auf Profitmaximierung aus sind, werden sie gegen die Interessen der Mieter*innen handeln. Die jüngsten Forderungen der CDU nach freiwilligen Selbstverpflichtungen sind somit reine Ablenkungstaktik”, so Rothemann.