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Trump als Schreckgespenst: Immobilienlobby gehen die Argumente aus

Ein Mikrofon-Symbol

Trump als Schreckgespenst: Immobilienlobby gehen die Argumente aus +++ „Die IW-Studie beweist unfreiwillig, dass Berliner Mieten derzeit zur Finanzierung ausländischer Kapitalanleger genutzt werden" +++

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen weist die gestern durch die Berichterstattung der BILD-Zeitung bekannt gewordenen Aussagen einer im Laufe der Woche erscheinenden IW-Studie (Institut der Deutschen Wirtschaft) entschieden zurück.

Die von Banken in Auftrag gegebene Studie konstruiert unzutreffende Schreckensszenarien, etwa das laut Berichterstattung angebliche Risiko, dass US-Präsident Donald Trump neue Zölle gegen die EU verhängen könnte, falls in Berlin vergesellschaftet wird.

„Wenn die Immobilienlobby jetzt Donald Trump bemühen muss, um die Berliner Vergesellschaftung schlechtzureden, zeigt das vor allem eins: Der Lobby gehen die sachlichen Argumente aus. Die Vorstellung, dass die Wohnungspolitik in Berlin einen internationalen Handelskonflikt auslösen könnte, ist keine seriöse Analyse, sondern reine Panikmache“, erklärt Armin Rothemann, Sprecher der Initiative.

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen verweist stattdessen auf den eigentlichen Skandal: BlackRock, der größte US-Vermögensverwalter und viele weitere institutionelle Anleger halten erhebliche Anteile an den großen Immobilienkonzernen, deren Berliner Bestände oberhalb von 3.000 Wohnungen vergesellschaftet werden sollen. Ihre Erträge speisen sich aus Mieteinnahmen der Berliner Mieter*innen.

„Die IW-Studie benennt damit das eigentliche Problem des heutigen Wohnungsmarktes: dass Wohnungen als Kapitalanlagen genutzt werden“, erklärt Armin Rothemann. „Es ist ein Skandal, dass große Teile der Berliner Mieten überhaupt an internationale Finanzmarktakteure und in ausländische Rentensysteme fließen. Die Wohnungen in Berlin sollten ein Zuhause für die Berliner*innen sein und keine Renditen für Kapitalanleger in den USA erwirtschaften“, so Rothemann.

Deshalb fordert die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen seit Jahren die Vergesellschaftung der Wohnungen von profitorientierten Großkonzernen. Erklärtes Ziel ist, dass künftig die Mieten dauerhaft den Menschen in Berlin zugutekommen und nicht den Investor*innen großer Konzerne.

Mit 59,1 Prozent haben die Berliner*innen beim Volksentscheid 2021 für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gestimmt.