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Bündnis ruft zur Großdemo am 5. September

Ein Mikrofon-Symbol

Bündnis ruft zur Großdemo am 5. September +++ "Miete ist das entscheidende Thema der Wahl!"

Unter dem Motto "Her mit den Wohnungen, runter mit der Miete" ruft das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn für Samstag, den 5. September um 13 Uhr zur Großdemo vor das Rote Rathaus. Zwei Wochen vor der Wahl wollen DGB, Berliner Mieterverein, die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen und zahlreiche Miet-Initiativen sowie Klima- und migrantische Gruppen gemeinsam daran erinnern, was für sie das zentrale Thema ihrer Wahlentscheidung ist: Wohnen muss wieder bezahlbar werden für die rund 85% der Menschen, die in Berlin zur Miete leben. Dafür fordert das Demo-Bündnis den bundesweiten Mietendeckel, ein Wohnungswirtschaftsgesetz, die Vergesellschaftung der Wohnungsbestände von profitorientierten Großkonzernen sowie weitere wohnungspolitische Maßnahmen.

Die Sprecher*innen auf der Pressekonferenz äußern sich wie folgt:

Annette Herrgesell und Sabine Blackburn von der Mieterinitiative Mariendorf-Ort (MIMO):

"Wir haben uns in unserer Nachbarschaft gemeinsam gegen die Abzocke bei Nebenkosten durch Vonovia gewehrt und und hier schon Erfolge erzielt. Auch bei Mieterhöhungen mit falschen Merkmaleinordnungen. Aber es kann nicht sein, dass wir Mieterinnen diesen Kampf alleine führen. Die Politik muss ihren Job machen. Dafür gehen wir am Samstag mit Tausenden Menschen aus ganz Berlin auf die Straße."


Wibke Werner, Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins:

"Täglich sehen wir unseren Beratungen, wie gegen die Mietpreisbremse verstoßen, Mieterhöhungen nicht korrekt berechnet, Eigenbedarf vorgetäuscht wird und selbst landeseigene Wohnungsunternehmen ihren Instandsetzungspflichten nicht nachkommen. Anstatt sich der Pflicht zur bezahlbaren Wohnraumversorgung zu bekennen, fordert die Wohnungswirtschaft die Deregulierung des Mietrechts, um Investor:innen nicht zu verschrecken. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Mieter:innen. Wer meint, Neubauwohnungen zu Mieten von 20 €/qm und mehr würden den Markt entspannen, führt die Wähler:innen in die Irre. Wer das Wohnen den Marktkräften überlässt, verschärft die soziale Spaltung in der Gesellschaft. Wohnen ist ein Grundrecht und Wohnraumversorgung ist Daseinsvorsorge!"

Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg:

„Immer mehr Menschen müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen. Das geht nicht so weiter: Wir brauchen mehr sozialen und öffentlichen Wohnungsbau. Ein Mietenstopp verschafft die Sicherheit, dass die Menschen im Quartier bleiben können. Gemeinwohl geht über Profitinteressen."


Nico Hertz-
Eichenrode von der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen:

"Das beste Mittel gegen die Mietenkrise, das die Berliner Landesregierung sofort umsetzen kann, ist die Vergesellschaftung. 220.000 Wohnungen aus der Profitlogik der Großkonzerne befreien und dauerhaft bezahlbar – das entspannt den Mietenmarkt als Ganzes. Und die Entschädigungssumme von 40 bis 60 Prozent des Verkehrswerts kann vollständig aus den Mieteinnahmen finanziert werden. Vergesellschaftung ist also auch in Zeiten leerer Kassen der beste Deal für uns Mieter*innen."


Uwe Mehrtes von der Union für Obdachlosenrechte (UfO):

"Zwangsräumungen müssen gestoppt werden, stattdessen brauchen wir mehr Hilfen und Wohnformen für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Ob das dann ein Tinyhouse ist oder ein Hostel: oberstes Ziel muss immer sein, dass Menschen wieder eine Postadresse haben und aus der Obdachlosigkeit herauskommen."

Aus der ganzen Stadt werden Mieter*innen am Samstag in zahlreichen Zubringer-Zügen vors Rote Rathaus ziehen. Infos zur Route und allen Zubringer-Demos gibt es hier:https://www.mietenwahnsinn.info/2026/