Neue Studie zeigt: Vergesellschaftung ist finanzierbar

Neue Studie zeigt: Vergesellschaftung ist finanzierbar +++ „Berlin wird durch die Vergesellschaftung nicht ärmer, sondern reicher.“
Die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen veröffentlicht heute die von ihr in Auftrag gegebene Studie „Refinanzierungsoptionen in vergesellschafteten Wohnungsbeständen”. Diese zeigt die Bandbreite der Entschädigungssummen, die bei der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände ohne dauerhafte Zuschüsse aus dem Landeshaushalt allein aus den Mieterträgen refinanziert werden können. Der berechnete Finanzierungskorridor liegt zwischen 10 und 17 Milliarden Euro und damit nahe an den bisher diskutierten realistischen Entschädigungssummen von 8-18 Milliarden Euro.
„Mit dieser Studie liefern wir den klaren Nachweis: Vergesellschaftung ist finanzierbar ohne dauerhafte Zuschüsse aus dem Haushalt – und das bei dauerhaft bezahlbaren Mieten und einer funktionierenden Bewirtschaftung!”, erklärt Firdes Firat, Sprecherin der Initiative.
Die Studie wurde im Auftrag der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen von einem Team um Dr. Andrej Holm (Humboldt-Universität zu Berlin) und Friederike Thonke erarbeitet. Mit Expertise aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Finanzierung sowie Wohnungspolitik analysierte das Studienteam verschiedene Finanzierungsmodelle: unterschiedliche Laufzeiten, Zinssätze, Anleiheformen, Einstiegsmieten und Bewirtschaftungsansätze.
Die Studie greift den bereits 2024 erschienenen Bericht des Rechnungshofes von Berlin zu den Auswirkungen einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen auf den Landeshaushalt auf. Die darin angestellten Rechenbeispiele führt die Studie mit zusätzlichen, neuen Daten fort.
„Der Rechnungshof von Berlin hat 2024 in seinem Bericht ausschließlich Extremwerte möglicher Entschädigungssummen untersucht. Damit konnte der Bericht jedoch keine Aussage zur tatsächlichen Refinanzierbarkeit von Vergesellschaftung treffen. Diese Lücke schließen wir jetzt mit dieser Studie.”, so Firdes Firat, Sprecherin der Initiative. „Die Studie liefert der Politik eine sachliche Grundlage und zeigt, was wir schon immer gesagt haben: Vergesellschaftung ist machbar – für den Haushalt ist das überhaupt kein Problem. Berlin wird durch die Vergesellschaftung nicht ärmer, sondern reicher.”
Die vollständige Studie ist ab sofort unter dwenteignen.de/material abrufbar.
Diskutiert wird die Studie zudem bei einem Fachgespräch des Lehrstuhl für Immobilienwirtschaft, Stadtentwicklung und Smart Cities der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin am 24. November 2025 von 19:00 bis 21:00 Uhr am Campus Wilhelminenhof (Raum WH G007 / G008) der HTW Berlin.