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11.000 Menschen auf der Mietendemo

Ein Mikrofon-Symbol

11.000 Menschen auf der Mietendemo +++ “Starkes Signal für Vergesellschaftung” +++ Initiative fordert Politikwechsel

11.000 Menschen haben heute gegen die Mietenkrise demonstriert. Vom Roten Rathaus zog der Demozug mit zehn Blöcken durch Berlin-Mitte. Mieter*innen aus allen 12 Bezirken berichteten in Redebeiträgen von horrenden Mieten, Mängeln und Problemen mit ihrem Vermieter. Die Kritik richtet sich gegen Vonovia und andere Großkonzernen ebenso wie gegen die Probleme in der High-Deck-Sieldung, dem Rollberg-Kiez und anderen Landeseigenen Wohnungsanlagen.

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn hatte zur Demo aufgerufen. Kim Meyer, Sprecher des Bündnisses, kommentiert dazu:

“So viele Menschen gemeinsam auf der Straße, das ist eine Kampfansage an die Immolobby: wir wehren uns! Und es ist auch eine Warnung an die Politik: Wer am 20. September gewählt werden will, muss die Mieten senken, die Landeseigenen besser finanzieren und die Großkonzerne enteignen. Rund 85 Prozent der Menschen wohnen in Berlin zur Miete, wir wollen, dass endlich Politik für uns gemacht wird!”

Das Bündnis Deutsche Wohnen & Co enteignen drängt angesichts der anstehenden Wahl auf die Umsetzung des Volksentscheids von 2021:

“Wer Wohnen bezahlbar machen will, muss die Marktmacht von Vonovia, Adler, Heimstaden und Co brechen. Vergesellschaftung ist der beste Deal für Berlin. Eine Finanzierungsstudie zeigt: Die Entschädigung der Konzerne ist auch bei knapper Haushaltskasse möglich, weil sie erstens deutlich unter Marktwert liegt und zweitens über die zukünftigen Mieteinnahmen komplett refinanziert werden kann. Die vielen Menschen heute auf der Straße sind ein starkes Signal für Vergesellschaftung. Wer Berlin regieren will, muss vergesellschaften”, so Johannes Schorling, Sprecher der Initiative.